9. Aachener Friedenstage
April/Mai 2008


 

Das Programm der Friedenstage im Überblick 

  • Mittwoch, 9. April, 19.30 Uhr: „Die Angst vor Bush und die Angst von Bush“
    Vortrag von Thomas Auchter in der Citykirche St. Nikolaus, Großkölnstraße
    – siehe hierzu auch unsere Themenseite „Bushs Widerspruch“ –

  • Mittwoch, 16. April, 19.30 Uhr: „Zivile Konfliktbearbeitung – die friedliche Alternative zu Militäreinsätzen“
    Vortrag von Andreas Buro im Haus Löwenstein, Markt

  • Donnerstag, 24. April, 19 Uhr: „Asyl – Flüchtlingsträume und europäische Ängste“
    mit Wolfgang Genz (amnesty international) und Heiko Kauffmann (Pro Asyl) im Institut Français, Theaterstraße 67

  • Samstag, 26. April, 20 Uhr: „Der Asylsucher“
    Schauspiel von Koen Tachelet mit anschließender Diskussion im Theater Aachen

  • Dienstag, 6. Mai, 19.30 Uhr: „Kinderarmut – Sprengstoff für unsere Zukunft?“
    Forum von DGB, Friedenspreis, Katholische Arbeitnehmerbewegung in der KHG, Pontstraße 75-76

  • Freitag, 16. Mai, 22 Uhr: „Warte auf Godot!“
    Schauspiel nach Samuel Beckett, Rohestheater, in der Citykirche St. Nikolaus, Großkölnstraße

 


 

 


 

 


 


 

Warten kann sich lohnen
Rohestheater spielt Klassiker von Samuel Beckett

 

Aachen. Das Warten hat sich gelohnt, verspricht das Rohestheater. Ob erwartet oder unerwartet bringt die Theatergruppe der Mies-van-der-Rohe-Schule „Warte auf Godot!“ auf die Bühne. Ob er selbst kommt, wissen sie noch nicht, er habe aber ausrichten lassen, dass er käme.

 

Samuel Becketts Klassiker der Moderne aus dem Jahr 1952 sei zwischenzeitlich etwas angestaubt, schreibt Theaterleiter Eckhard Debour im Programmheft. Aber der Klassiker erlange heute, in Zeiten weltweit aufblühenden Fundamentalismus, wieder an Aktualität: Das Warten erscheine zum Beispiel als sinnvolle Alternative zum vorschnellen Märtyrertod.

 

Der Titel beinhalte sowohl das englische Wort „God“ als auch das deutsche Wort „Tod“. „God“ stehe für die menschliche Sinnfrage, der „Tod“ für die Existenzfrage. Von diesen beiden Grundfragen komme auch der moderne Mensch, kommen Wladimir und Estragon, trotz der Auflösung religiös-kultureller Bindungen nicht los.

 

Wer Lust hat, mit auf Godot und die Antworten auf Sinnfragen oder Existenzfragen zu warten, hat bei der Premiere am Freitag, 11. April, zwar schlechte Karten (es gibt keine mehr), aber für die weiteren Vorstellungen am Samstag, 12. April, Freitag, 18., Samstag, 19., Sonntag, 20. April, und Freitag, 24., Samstag, 25., und Sonntag, 26. April, sind noch Tickets erhältlich.

 

Die Vorstellung beginnt jeweils um 20 Uhr in der Aula der Mies-van-der-Rohe-Schule, Neuköllner Straße 15. Nur am Freitag, 16. Mai, wird es etwas später, da tritt das Schultheater im Rahmen der 9. Aachener Friedenstage in der Citykirche St. Nikolaus in der Fußgängerzone Großkölnstraße auf – und zwar um 22 Uhr abends.

 

Es gibt übrigens noch jemanden, der auch schon auf Godot wartet: die Jury des Landesschülertheatertreffens. Rohestheater darf vor ihr im Juni in Düsseldorf vorspielen.