19. Aachener Friedenstage
April / Mai 2018


 

14. April 2018: Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten

Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Aufgrund der Abschottungspolitik Europas haben vergleichsweise wenige von ihnen eine Chance, in Deutschland oder anderen europäischen Staaten Zuflucht zu finden. Abertausende von Menschen sind bisher beim Versuch ertrunken, Europa über das Mittelmeer zu erreichen. Deutschland trägt massiv Mitverantwortung an der Massenflucht. Ganz legal – mit Genehmigung der Bundesregierung und den nachgeordneten Kontrollbehörden – rüsten deutsche Waffenschmieden seit Jahren Scheindemokraten und Diktatoren hoch und stabilisieren sie an der Macht. Mit deutschen Kriegswaffen oder in Lizenz gefertigten Waffen wurden und werden im Nahen und Mittleren Osten sowie im Norden Afrikas schwere Menschenrechtsverletzungen begangen. Rüstungsproduzierende Unternehmen wie Airbus (EADS), Krauss-Maffei Wegmann, Rheinmetall, Diehl, ThyssenKrupp Marine Systems und Heckler & Koch verdienen am Geschäft mit der Unterdrückung und dem Tod. Mit den Waffenlieferungen des Europameisters Deutschland wird Öl ins Feuer von Kriegen und Bürgerkriegen gegossen. Das Ergebnis ist augenscheinlich: Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten. Damit nicht genug. Um den Zugang zu Europa gänzlich abzuschotten und die Festung Europa zu vollenden, will Airbus (EADS) – wie rund um Saudi-Arabien bereits geschehen – Zehntausende Kilometer lange Hightech-Grenzsicherungsanlagen errichten.


Jürgen Grässlin geht in seinem Vortrag den entscheidenden Fragen auf den Grund:

  • Welche deutschen Waffen gelangen auf welchem Weg – legal wie illegal – in Krisen- und Kriegsgebiete in Asien, Afrika und Lateinamerika?
  • Inwiefern trägt der Einsatz dieser Kriegswaffen zu Menschenrechtsverletzungen in den Empfängerländern bei und fördert somit die Flucht von Millionen Menschen?
  • Welche Unternehmen verdienen am Geschäft mit dem Tod, und wer sind die Täter dieser skrupellosen Politik?
  • Was können wir als Einzelpersonen und im Rahmen der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ tun, um unseren Teil zu einer friedlicheren und gerechteren Welt beizutragen?

Jürgen Grässlin zeigt konkrete Handlungsoptionen auf und fordert: Die Grenzen müssen geöffnet werden für Menschen und geschlossen werden für Waffen.


Samstag, 14.4.2018, 15 Uhr

 

Haus der Evangelischen Kirche
Frère-Roger-Straße 8-10, 52062 Aachen

 

Referent: Dr. h.c. Jürgen Grässlin, Sprecher der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e. V.), Buchautor


Leitung: Jürgen Groneberg

 

Eintritt frei, Spenden erbeten

 


 

29. April 2018: Kabarett – Philip Simon „Meisenhorst“
 

Der bekannte Kabarettist Philip Simon gastiert im Haus der Evangelischen Kirche und präsentiert dort sein aktuelles Programm „Meisenhorst“ im Rahmen einer Benefizveranstaltung für das Euregioprojekt Frieden.

 

In welcher Welt wollen wir leben? Und was haben wir noch mit ihr zu tun? Wer sind wir und wer kann uns das noch bestätigen? Über allem aber schwebt die Frage aller Fragen: Tun wir das Richtige? In einer Zeit, in der es scheinbar mehr Fragen als Antworten gibt, zerlegt Philip Simon sein Innerstes auf der Bühne, um die Bausteine zu erkennen, aus denen wir unsere Realität zimmern und unsere Weltsicht zementieren. Und er stellt fest: Wir haben eine Menge Meisen. Unser geistiger Horizont ist ein Vogelnest und Philip Simon zieht in die entscheidende Schlacht um die Herrschaft im Meisenhorst. Denn die erste Diktatur wird im Kopf errichtet. Mit den Waffen der Sprache, des Humors und in surrealen, visuellen Momenten zeichnet Philip Simon eine Welt, in der zum Schluss das Grundgesetz buchstäblich auf den Kopf gestellt wird und der Meisenhorst in seiner ganzen Pracht erscheint. Wenn Fantasie Realität schafft, dann hat das Hirn die Freiheit, die Veränderung möglich macht. In seinem neuen Programm fordert Philip Simon sein Publikum auf, im Gedankenstübchen mal wieder selber die Strippen zu ziehen. Denn Reflexion ist mehr als nur ein unangenehmes Blitzen im Auge.

 

Sonntag, 29.4.2018, 18 Uhr


Haus der Evangelischen Kirche
Frère-Roger-Straße 8-10, 52062 Aachen


Eintritt: 18 €, ermäßigt 13 €

 


 

29. Mai 2018: KUNST – MACHT – FRIEDEN
 
In unserer traditionellen Abschlussveranstaltung in der Citykirche St. Nikolaus widmen sich Künstlerinnen und Künstler in diesem Jahr dem Thema „Die Macht der Gier“. Seien Sie gespannt auf Einzelheiten des Programms, die wir an dieser Stelle veröffentlichen werden.
 
Dienstag, 29.5.2018, 18 Uhr
 
Citykirche St. Nikolaus
An der Nikolauskirche 3, 52062 Aachen
 
Eintritt frei, Spenden erbeten