Stadt Nürnberg will Friedensausstellung verhindern
Auseinandersetzung um Klagemauer-Ausstellung bei Linker Literaturmesse


 

 

Bei der Linken Literaturmesse, die vom 4. bis 6. November 2016 in Nürnberg stattfindet, soll eine Ausstellung der Arbeiterfotografie mit dem Titel „ÜBERALL ZUERST DEN SCHWÄCHSTEN DIENEN – Walter Herrmann und die Kölner Klagemauer für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht“ zu sehen sein. Doch die Stadt Nürnberg will das verhindern.

 

Die Neue Rheinische Zeitung berichtet in ihrem Online-Flyer vom 26. Oktober 2016 über die Ausstellung und die Haltung des Nürnberger Oberbürgermeisters Dr. Ulrich Maly.

 

Das Euregioprojekt Frieden hat folgenden Brief an Herrn Dr. Maly gerichtet:

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Maly,

uns ist bekannt, dass Sie einer geplanten Dokumentation der Kölner Klagemauer im Rahmen der Linken Literaturmesse 2016 keine Räumlichkeiten zur Verfügung stellen möchten.


Das Euregioprojekt Frieden e. V. in Aachen ist erstaunt und empört über diese Zensur.


Uns sind die Gründe für diese Entscheidung nicht bekannt, bitte informieren Sie uns doch über die Ursachen für diese Stellungnahme. Unser Verein hat sich in Aachen seit 15 Jahren immer wieder eingesetzt für den Erhalt der Klagemauer für Frieden und Völkerverständigung auf der Kölner Domplatte. Der Erfinder dieses einmaligen alternativen Kunstprojektes erhielt für seine Idee und für sein Engagement im Jahr 1998 den Aachener Friedenspreis. Seit 1989 ist die Kölner Klagemauer für Frieden und Völkerverständigung ein national und international anerkannter Ort der Begegnung gewesen, an dem Ängste, Hoffnungen und Forderungen nach Frieden vieler Menschen zum Ausdruck gebracht wurden.

 

Der Begründer der Klagemauer ist gestorben, doch die Idee wird weiter leben und inspirieren.


Bitte geben Sie der Ausstellung eine Chance und Raum und Zeit, damit dieses Basisprojekt weiter wirksam sein kann.

Mit freundlichen Grüßen
Veronika Thomas-Ohst
Vorsitzende